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Telefone der Deutschen Bundespost

Telefon-"Blog"


Heute, am 06.02.2016 erfolgte auch bei mir die Umstellung auf VoIP-Technik. Beim Lesen des Handbuchs für den neuen Router der Telekom musste ich schmunzeln, als ich den folgenden Hinweis las:

< Moderne Möbel sind mit einer Vielfalt von Lacken und Kunststoffen beschichtet und werden mit unterschiedlichen Lackpflegemitteln behandelt. Es ist nicht auszuschließen, dass manche dieser Stoffe Bestandteile enthalten, die die Gerätefüße Ihres Speedport angreifen und aufweichen. Die so durch Fremdstoffe veränderten Gerätefüße können auf der Oberfläche der Möbel unliebsame Spuren hinterlassen. Außerdem können temperaturempfindliche Oberflächen durch die Wärmeentwicklung Ihres Speedport beschädigt werden. >

Warum ich schmunzeln musste? Dabei habe ich an die "Bedienungshinweise" der Deutschen Bundespost gedacht, die für den "Benutzer des (Telefon-) apparates" bestimmt waren. Zum Vergleich zitiere ich den entsprechenden Hinweis aus dem Bedienungshinweis für den Fernsprech-Tischapparat 73 und 75:

< Der Fernsprechapparat ist für normale Gebrauchsbedingungen gefertigt. Die heutigen Möbel sind jedoch mit einer unübersehbaren Vielfalt von Lacken und Kunststoffen beschichtet und werden mit unterschiedlichen Lackpflegemitteln behandelt. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß manche dieser Stoffe Bestandteile enthalten, welche die Kunststoffüße des Fernsprechapparates angreifen und erweichen. Derart durch Fremdstoffe veränderte Apparatefüße können dann auf der Oberfläche der Möbel unliebsame Spuren hinterlassen. Da die Deutsche Bundespost für solche Schäden verständlicherweise nicht haftet, wird empfohlen, für den Fernsprechapparat, insbesondere bei neuen oder mit Lackpflegemitteln aufgefrischten Möbeln, eine Unterlage zu verwenden, welche die Rutschfestigkeit des Apparates jedoch nicht beeinträchtigt. >

Ein Stück Beamtenpost steckt nach 40 Jahren also doch noch in dem Magenta-farbenen Riesen...! 
 

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Im Jahre 1951 hat meine Oma im dritten Schuljahr der Mittelschule (heutzutage wäre das das siebte Schuljahr) mit 13 Jahren einen kurzen Aufsatz über das "Fernmeldewesen" verfasst. Da dieser Aufstz in knappen Worten etwas zur Entstehung des Fernmeldewesens wiedergibt, möchte ich ihn hier mit ihrer Genehmigung veröffentlichen! 



Das Fernmeldewesen



Früher dienten dem Fernsprechverkehr nur Handvermittlungen. Diese verursachten sehr viel Arbeit auf dem Ortsamt. Die Telephonistin saß an dem sogenannten Klappenschrank. Sie hatte einen Kopfhörer um. Plötzlich fiel eine Klappe von Nr. 1 herunter. Die Fräulein schaltete sich in die Buchse ein. "Hier Amt" "Bitte Nr. 3" "Nr. 3 ich rufe" Nun schaltet sich die Beamtin in Nr. 3 ein und ruft an. Nr. 3 meldet sich. "Ich verbinde mit Nr. 1" und "Ich verbinde mit Nr. 3"
Diese Worte sind dem Fräulein genau vorgeschrieben. Trotz der kurzen Fachausdrücke dauerte die Verbindung sehr lange. Außerdem konnte die Beamtin sich immer in das Gespräch einschalten und mithören. Dieses verhinderte der neue Selbstanschlußapparat, dieser ist bis in die kleinsten Dörfer vorgeschritten. Seine Vorteile sind:
1. Man spart eine Menschenkraft.
2. Es geht schneller.
3. Es ist geheimer
Es gibt ein Ortsamt und ein Fernamt. Besitzt jemand ein großes Gut mit mehreren Höfen, so kann er sich eine Hausverbindung aneignen. Diese Fernsprecher gehören dem Gutsbesitzer, ohne daß die Post etwas darüber zu sagen hat. Aber diese Verbindung darf öffentliche Wege nicht berühren.